Thomas Kaminsky

O. T. Ölfarbe/Eitempera auf Leinwand, 130 x 140 cm, 1976/1978/2015
O. T. Ölfarbe/Eitempera auf Leinwand, 130 x 140 cm, 1976/1978/2015

Thomas Kaminsky, geboren 1945, Studium in Berlin bei Hann Trier. Erste Ausstellung bei Appel 1979.  Von monochromen  weißen und schwarzen zu gelben Bildern. Systematisierung  des informellen  Ansatzes,  die erste gestische Setzung wird wiederholt  - verdeutlicht  - übermalt, und bei jüngeren Bildern in den oberen Malschichten zitiert. Die “beschreibbaren“ Bildelemente bilden in der Addition eine Struktur, die ihre Lesbarkeit dem Grundgestus entlehnt und somit rein informell bleibt. Die Mehrteiligkeit einiger Bilder bildet eine Zäsur durch das geometrische Ordnungsprinzip, es entsteht  durch das Ordnende eine Gesamtbild Faktur. Kaminskys Prinzip: behaupten - verbergen - zitieren  bleibt in all den Bildgruppen und Bildtypen bestehen. Kaminsky  gehört der ersten Generation an, die bei rein ungegenständlichen Malern studierten, die den prägenden Gegensatz  Gegenstand – Nichtgegenstand  als historisch ansehen, ohne in dem  Narrativem  eine Gefahr oder Versuchung zu sehen, aber auch ohne ihre Malerei durch allfällige Gesellschaftsreflektionen in Frage zu stellen. Durch dieses nicht „ Nichtgebunden“ sein, bleibt der Gebrauch der rein malerischen Mittel ideologiefrei und kann ebenso auf „radikale“ Gruppierungen verzichten und doch weiter malen, - was er auch tut.