Michael Croissant

Bronze
Bronze


Biografie

2002 - verstorben
1995 - Max-Lütze-Medaille, Stuttgart
1993 - Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
1985 - Reinhold-Kurth-Kunstpreis der Stadtsparkasse Frankfurt für das Gesamtwerk
1978 - Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz
seit 1972 - Mitglied der Darmstädter Sezession, des Deutschen Künstlerbundes und der Neuen Gruppe, München
1966 - Professor an der Städelschule, Frankfurt
1966 - 1988 - Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
1965 - Hans-Purrmann-Preis
1964 - Förderpreis der Stadt München
1963 - Kunsthalle Darmstadt
1960 - Darmstädter Kunstpreis
1955 - Stipendium vom Kulturkreis der deutschen Industrie, Pfalzpreis
1953 - Heirat mit Christa von Schnitzler
1948 - 1953 - Studium an der Akademie der Bildenden Künste bei Toni Stadler, München
1942 - Steinmetzlehre in Landau
geboren 1928 in Landau/Pfalz

Einzelaustellungen in Auswahl

2002 - Galerie Appel
2000 - Einzelausstellung auf der Art Frankfurt
1998 - Galerie Appel und Troschke
1997 - Galerie Appel und Troschke
1996 - Kunstverein Würzburg
1995 - Galerie Appel und Fertsch
1992 - Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt
1991-1995 - Kunstverein Ludwigshafen
1991 - Galerieausstellungen in München, Bremen, Augsburg, Kaiserslautern, Köln und München
1990 - Kunstverein München
1989 - Frankfurter Kunstverein Kunstverein Ludwigshafen
1987 - Tokio, Berlin, Heidelberg, Freiburg und Saarbrücken
1986-1989 - Institut für moderne Kunst, Nürnberg
1979-1985 - Kunstverein, Ludwigshafen
1979-1985 - Galerieausstellungen in Mainz, Augsburg, Köln, München, Frankfurt: Galerie Appel und Fertsch
1978 - Kunstverein, Bremerhaven
1978 - Kultur- und Fremdenverkehrsamt, Regensburg
1966-1978 - Galerieausstellungen in München, Bremen, Regensburg, Köln, Heidelberg und Frankfurt
1963 - Trier, München, Rottweil, Wuppertal, Heidelberg, München, Landesmuseum Kassel, Neue Galerie, Karmeliterkloster, Frankfurt, Galerie Appel und Fertsch, 1966,1971,1978)
1963 - Galerie Günther Franke, München

Michael Croissants bildhauerisches Werk mutet - besonders von den späten Bronzeskulpturen her gesehen - abstrakt an. Sein Motiv war jedoch ausschließlich die kreatürliche Figur. Die frühen Bronzen tasten sich von der Naturform hin zum Amorphen, gewissermaßen zu den Frühstadien der materiellen, bloß brütenden Existenz. Seit Mitte der 70er Jahre verschweißt er Eisen-, Blei- und Bronzeflächen zu wuchtigen Figuren oder Köpfen, immer abstrakter werdende Zeichen eines die Materie beherrschenden Geistes. Ab 1980/81 arbeitet Croissant mit 3 - 4 mm dicken Bronzeplatten, aus denen er Segmente herausschneidet und diese zu liegenden oder aufrechtragenden Figuren und Köpfen zusammenschweißt. Diese Arbeitsweise, der er bis an sein Lebensende treu bleibt, führen den Künstler schrittweise zu einer Formalisierung des Figurenmotivs hin zum Konstrukt. Dabei gelingt es ihm - und das ist die großartige Leistung seines Spätwerkes - bei größtmöglicher Reduktion der Figur zur geometrischen Hohlform, jeder Skulptur durch eine je eigene Umrisskontur, eine körperhaft existentielle Präsenz zu bewahren.In allen bedeutenden Museen der Welt sind Croissants Skulpturen heute zu sehen, Zeugnisse eines Ringens um die Erschaffung eines zeitgültigen Menschbildes.In der Nacht zum 22. September 2002 starb Michael Croissant im Alter von 74 Jahren.

Ronald Appel